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Politik zum Anfassen

TV(20190513)Tag der Städtebauförderung

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Zuletzt geändert
29.09.2020
Bobinet und Bahnausbesserungswerk - Bereich Bebauungsplan BW 61-1 Entwicklung des Irrbachquartiers Entwicklungsbereich ehemaliges Busdepot der Stadtwerke Trier Flächenfreisetzung Verbindungsstraße West - Mastversetzung Gestaltung Moselufer Grünzug "Vom Lenus-Mars-Tempel zur Mosel" Hornstraße - Markusstraße bis Bahnübergang Martinerfeld Luxemburger Straße Neue Gewerbeflächen Überbrücken (Neuordnungsbereich Bahn) Stadtteilplatz "Neue Mitte West" Verbindungsstraße West Westlicher Römerbrückenkopf (Verkehrs- und Freianlagen) Abriss Dechant-Engel-Haus Abriss Rosa Block Abriss Walburga-Marx-Haus Abstellfläche Schrott LKW Ausbau der ehemaligen Reithalle zu einer Indoor-Soccer-Halle mit angeschlossener Qualifizierungswerkstatt Ausbau Pater-Loskyll-Weg Außengelände Eurener Str. 6 Auslagerung Hortgruppen DG Eurener Str. 6 Bolzplatz / Freizeitgelände Don Bosco Gneisenaustraße 44 - Vermarktung Haus des Jugendrechts Hintere Erschließung HdJR, Jobcenter Konzeptentwicklung Mietergärten Multifunktionales Freiraumband Neubau Walburga-Marx-Haus Quartiersmanagement Sanierung Stützmauer Trierweilerweg Sanierung Wohnanlage "Im Schankenbungert" Standort Schule Neubau Stellplatzanlage am Standort ehemalige Reithalle Umbau Bauspielplatz Eurener Str. 6 Umfeld Wohngebäude Trierweilerweg Umnutzung des Kasernengebäudes Gneisenaustraße 38-40 zu einem Verwaltungsgebäude für die ARGE Wohnungsbau Gneisenaustraße 33-37 Zentrale Stellplatzanlage Zufahrt / Toreingang Eurener Straße Neuer Bahnhaltepunkt Trier-West (DB)

Der 5. Tag der Städtebauförderung informiert vor Ort in Trier über das, was mit Steuergeld passiert, und lädt zum Feiern ein. Ein Besuch in Nord und West.
(Trierischer Volksfreund - Katja Bernardy)

Was tun, wenn ein Platz offiziell eröffnet werden soll und es in Strömen regnet? Kurzerhand wurde das Eröffnungsfest in Trier-Nord vom neuen Vorplatz ins Foyer der Grundschule Ambrosius verlegt. Stelzenläufer hielten nun im Trockenen ein Absperrband, so dass selbst Oberbürgermeister Wolfram Leibe mit seiner stattlichen Größe sich recken musste, um das Band symbolisch durchzuschneiden.

„Am Tag der Städtebauförderung sieht man, was mit dem Geld passiert ist“, sagte Bernd Weimann, Mitarbeiter des Bürgerhauses Trier-Nord. Viele ältere Menschen hätten den Platz vor der Sanierung nicht mehr passieren können, da er holprig und schlecht beleuchtet gewesen sei. Eineinhalb Jahre lang hat die Firma Galabau Friedrich aus Wittlich die Pläne auf den 4700 Quadratmetern zwischen Grundschule, Bürgerhaus, Franz-Georg-Straße und Gartencenter umgesetzt. Kosten insgesamt: 1,48 Millionen Euro. Davon zahlte die Stadt Trier 270 000 Euro, 1,21 Millionen Euro waren  aus dem Topf Städtebauförderung geflossen.

Ortsvorsteher Christian Bösen lobte die „tolle Platzgestaltung“ – so wie Andrea Blanc und Gitta Schmoll, Sprecherinnen des Vereins Bürger für Bürger. „Ich bin hier schon zur Schule gegangen, genau wie meine vier Kinder“, sagte Blanc. Sie freue sich über den Platz, auf dem Kinder nun spielen könnten und man mal ein Päuschen machen könne. Bianca Pohl aus Trier-Nord lobte: „Schön, dass die Politiker gemacht haben, was sie gesagt haben.“

Der Tag der Städtebauförderung sei besser als jede formale Bürger-info, befand Leibe am Rande der Veranstaltung im Gespräch mit unserer Zeitung. Auch private   Unternehmer sollten dadurch ermuntert werden zu investieren. Begoña Hermann, Vizepräsidentin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier, informierte unter anderem über die Entwicklung der Städtebauförderung: Diese Förderung sei 1971 mit 17 Programmgemeinden und einem Volumen von rund acht Millionen Euro gestartet. Für 2019 plane das Innenministerium mit einer Fördersumme von mehr als 90 Millionen Euro.

Mit dabei war auch Baudezernent Andreas Ludwig. Auch er sagte, die Leute sähen an diesem Tag, was mit Steuergeld passiere. „Vor der Platzsanierung hätte ich  jetzt nicht nur nasse Füße, sondern auch noch bis zu den Knien im Matsch gestanden“, sagte Ludwig.

Nasse Füße hatte er sich in Trier-West geholt.  Dort hatten, so wie Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Elvira Garbes in gelber Regenjacke und  Gummiboots, vor allem Mitarbeiter der Trierer Stadtverwaltung und Mitglieder des Ortsbeirats dem Dauerregen getrotzt. Nach der Vorstellung der geplanten Baumaßnahme – Luxemburger Straße, Bahnrampe und Römerbrückenkopf –  ging es über die Gneisenaustraße, Irminenwingert und Bücherstraße zur Jägerkaserne. Zwischendurch hatten sich die rund 20 Teilnehmer im Dechant-Engel-Haus gestärkt und aufgewärmt.

Renate Heinecke, Quartiersmanagerin und die gute Seele des Stadtviertels,  wie sie oft genannt wird, hatte für einen Imbiss und Kaffee gesorgt. In der Spiel- und   Lernstube Bauspielplatz stellte Uli Müller, Leiter der Nachmittagsbetreuung für Kinder und Jugendliche, Übergangslösung und Konzept vor.  „Kinder kommen nicht nur, um hier Hausaufgaben zu machen, sie brauchen mehr als Schule“, fasste Müller zusammen, was Tag für Tag im Bauspielplatz geleistet wird.

Im November dieses Jahres wird der Hort das Provisorium in der Jägerkaserne verlassen und in die zurzeit neu entstehenden Räume in der Eurenerstraße ziehen. Garbes betonte, es sei wichtig, Horte dort zu erhalten, wo sie notwendig seien, denn manches Kind brauche mehr als nur eine Betreuung.

Der 5. Tag der Städtebauförderung bot nicht nur eine gute Gelegenheit, „dass Bürger sehen, was passiert hier eigentlich“, wie Katrin Franzen, Sachbearbeiterin bei der Stadt Trier, sagte, sondern auch, um sich über Angebote zu informieren oder Bürger in die Gestaltung ihres Umfeldes einzubeziehen. In Trier-Ehrang konnten   Interessierte an diesem Tag beispielsweise bei der Platzgestaltung Niederstraße 15 bis 17 mitreden. Und sie konnten sich über ihren Stadtteil informieren, mit Politikern oder Nachbarn ins Gespräch kommen und zusammen feiern.

Finanzierung
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Bilder
  • Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Mitglieder des Ortsbeirats Trier-West/Pallien informieren sich in der Lern- und Spielstube Bauspielplatz, wie der Hort die Übergangslösung meistert.

    TV-Foto: Katja Bernardy

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