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Weltkulturerbe, weit unter Wert verkauft

TV(20150727)Weltkulturerbe Römerbrücke

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Zuletzt geändert
12.10.2021

Nummer drei lebt: Die Römerbrücke ist seit 19 Jahrhunderten eine wichtige Verkehrsader

(Trierischer Volksfreund - Roland Morgen)

Das nennt man Kontinuität: Seit der Mitte des zweiten Jahrhun­derts ist die Römerbrücke in Be­trieb und dabei noch nicht einmal der erste Flussübergang, den Trier hatte. Nur wenige Meter weiter stromabwärts gab es zuvor zwei weitere Brücken, die erste steht in engem Zusammenhang mit der Stadtgründung um 17 v. Chr. 

Die Porta Nigra war erst Stadttor, später Kirche - und ist heute Touristenattraktion, so wie alle anderen Römerbauwerke in Deutschlands ältester Stadt. Bau­kunst und Monumentalarchitek­tur der Antike bestaunen lässt sich auch im Amphitheater, in den Kaiserthermen, nicht zu ver­gessen der Konstantin-Basilika oder dem Kernbau des Doms. Doch dann gerät die Aufzählung leicht ins Stocken. Da war doch noch was? Die Barbarathermen, ja, die auch. Und sonst? Na klar, die Römerbrücke komplettiert das römische Weltkulturerbe in Trier. Die fällt selbst Lokalpatrio­ten meist zuletzt ein. Dabei ge­hört sie ganz nach vorn. Denn sie dient als einziges Uraltgemäuer immer noch dem Zweck, zu dem es errichtet wurde. Vielleicht ist die Wertschätzung deshalb nicht so offensiv. Die Römerbrücke ist ja Teil der Trierer Verkehrsreali­tät. Selbstverständlichkeit eben, die sich aber nicht in erkennbarer Wertschätzung widerspiegelt. 

 

(Fortsetzung siehe Dokument)

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Trier-West Römerbrücke
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  • Leistungsfähiger Flussübergang: So könnte die Römerbrücke im vierten Jahrhundert ausgesehen haben.

    Trier-die Stadt der Römer, Verlag für Geschichte und Kultur

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